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Bild von Aktion in Göttingen

 

Pressemitteilung des Bündnis gegen Kinderarmut durch Hartz IV vom Sonntag, 15. März 09:

Aktionstag gegen die kinderfeindliche Regelsatzkürzung bei Jugendlichen

Bonn/Frankfurt 15.März 2009    Das Bündnis gegen Kinderarmut durch Hartz IV hat am 14.3. im Rahmen eines Aktionstages in rund dreißig Städten und Orten die sofortige Rücknahme der Kürzung des Regelsatzes von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren gefordert. Seit Einführung von Hartz IV wird Jugendlichen der Wachstumsbedarf aberkannt, der vorher in 40 Jahren Sozialhilfe nie bestritten wurde.

Prof. Rainer Roth für das Bündnis: „Jugendliche haben einen weit höheren Energiebedarf als Erwachsene. Deswegen brauchen sie wie vor 2005 einen höheren Regelsatz als erwachsene Haushaltsangehörige. Die kinderfeindliche Regelsatzkürzung muss weg“. Diese Forderung des Bündnisses wird bisher von über 250 Organisationen und Initiativen unterstützt.

Martin Behrsing :“Wir bedauern, dass sich bisher im Bundestag niemand bereit findet, einen Antrag zu Rücknahme der Kürzung bei Jugendlichen zu stellen“. Das Bündnis stellt fest, dass die Bundesregierung nicht einmal im Rahmen eines Konjunkturpakets die 250 Mio. € aufbringen will, die sie jährlich an Jugendlichen einspart. Abwrackprämien für Autos haben Vorrang.

Edgar Schu: „Wir werden die Regierungsparteien auch in Zukunft damit konfrontieren, dass sie Grundbedürfnisse von Jugendlichen anerkennen müssen. Bis heute halten sie es trotz unserer Anfragen nicht einmal für nötig, sich überhaupt dazu zu äußern.“

http://www.kinderarmut-durch-hartz4.de

Das Flugblatt: Sofortige Wiederanerkennung des Wachstumsbedarfs von Jugendlichen! Finden Sie unter:
http://www.kinderarmut-durch-hartz4.de/6-20090206130.html

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Die Bündnisplattform gegen Kinderarmut durch Hartz IV setzt sich für die Rücknahme der Kürzungen bei Schulkindern und auch deutlich höhere Regelsätze für alle Bezieher von Sozialleistungen nach SGB II / SGB XII ein.
Ursprünglich initiiert durch 5 Erwerbslosenorganisationen, wird sie mittlerweile durch über 250 Initiativen und Organisationen getragen, wie den Gewerkschaften GEW und NGG, Gliederungen der Gewerkschaften ver.di und IG Metall, Attac Deutschland, lokalen Sozialforen, Gliederungen der Partei Die Linke und vielen weiteren Organisationen.

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