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Bündnisplattform: Hartz IV - vorsätzliche Kürzungen bei Schulkindern! PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 29. Juni 2008 um 09:46 Uhr

Schluss mit dem empörenden Zustand, Kinder für ihr Wachstum und ihren Schulbesuch zu bestrafen!

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In Deutschland lebt jedes sechste Kind von Hartz IV.

Was sagt die Bundesregierung?
"Die Bundesregierung hat es zu ihren vordringlichen Zielen erhoben,... die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes zum Herzstück einer neuen Bildungspolitik zu erklären." (1)

Wie setzt sie das um?

     Mit Einführung von Hartz IV wurden die Regelsätze für Schulkinder bis 14 auf das Niveau von Säuglingen gekürzt. Vor Hartz IV waren sie rd. 20% höher. Die Bundesregierung geht damit zurück in die Zeit von Weimar und des Faschismus, in der sogar der Bedarf von Kindern bis 16 mit dem von Säuglingen gleichgesetzt wurde. (2) Schulkosten sind im Hartz IV-Regelsatz nicht enthalten.

     Die Regelsätze für Jugendliche zwischen 14 und 17 wurden auf das Niveau von Haushaltsangehörigen ab 18 gekürzt. Vor Hartz IV waren sie über 12% höher

Schulkinder unter 14 bekamen vor Hartz IV höhere Regelsätze,
weil sie größer sind, ein höheres Gewicht haben und sich mehr bewegen als Vorschulkinder. Sie verbrauchen deshalb immerhin zwei Drittel mehr Kilokalorien.

Jugendliche zwischen 14 und 17 bekamen vor Hartz IV höhere Regelsätze,
weil sie ebenfalls noch wachsen und einen höheren Bewegungsbedarf haben. Deshalb brauchen sie mehr Kilokalorien als Erwachsene.

Hartz IV entzieht etwa 1,4 Millionen Kindern zwischen 7 und 17, die in Armut leben, erhebliche Mittel für Essen und Trinken. Sollen Kinder nicht mehr wachsen oder sich bewegen dürfen?

Welche Gründe führt die Bundesregierung für die Senkung der Regelsätze an?

"(Damit) werden die Leistungen für Familien gerechter verteilt." (3)
Wieso ist es ungerecht, dass Kinder wachsen und deshalb mehr essen müssen?

Und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales: "Die Einteilung der Altersklassen 'bis unter 14 Jahre' ... entspricht international anerkannten wissenschaftlichen Verfahren." (4)
Seit wann ist es wissenschaftlich, den Wachstumsbedarf von Kindern abzustreiten?

Die Kürzung der Regelsätze der Kinder von 7 bis 17 muss zurückgenommen werden! Und zwar sofort!

· Regelsatz für Schulkinder von 7 bis 13 Jahren 253 € statt 211 €!
Sie müssen wieder einen Regelsatz bekommen, der 20% höher ist als der von Säuglingen.

· Regelsatz von 14 bis 17-jährigen 316 € statt 281 €!
Sie müssen wieder 90% des Eckregelsatzes von 351 Euro bekommen statt 80%. (5
)

Schluss mit dem empörenden Zustand, Kinder für ihr Wachstum und ihren Schulbesuch zu bestrafen!

Wir halten ferner daran fest:
Alle Regelsätze, auch die für Erwachsene, sind viel zu niedrig und müssen deutlich erhöht werden!

Unterzeichner:
Aktionsbündnis Sozialproteste (ABSP), Arbeitsgemeinschaft Sozialpolitischer Arbeitskreise (AG SPAK), Arbeitslosenverband Deutschland (ALV), Attac Deutschland, Bund der Religiösen SozialistInnen Deutschlands e.V. (BRSD), Bundesverband Deutscher PfadfinderInnen (BDP BV), Föderation der Demokratischen Arbeitervereine (DİDF), Erwerbslosen Forum Deutschland, Euromarsch Deutschland, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken (IVG), internationale sozialistische linke (isl), Klartext e.V., Labournet, Landesarbeitsgemeinschaft Arbeitslosentreffs und -zentren in Baden Württemberg, Landesverbände DIE LINKE. Nordrhein-Westfalen, Thüringen, LAG Soziales DIE LINKE. Hessen, Netzwerk Grundeinkommen, pro familia e.V., Erwerbslosenzeitung quer, Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne, Soziale Bewegung Land Brandenburg (SBB), Tacheles e.V., ver.di Jugend Niedersachsen-Bremen, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Baden-Württemberg e.V. (VVN-BdA Baden-Württemberg)

DGB Regionen: Mittelhessen; Ortsverbände: Hattersheim, Herten, Mörfelden-Walldorf, Mühlheim (Main), Wolfskehlen (Riedstadt); Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppe im DGB Bonn/Rhein-Sieg, Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppe Göttingen (GALG), Bündnis 90/Die Grünen: AG Soziales des Kreisverbandes Pankow; DIE LINKE. Bezirksverbände (Berlin): Charlottenburg-Wilmersdorf, Lichtenberg, Spandau, DIE LINKE. Kreisverbände: Aschaffenburg und Untermain, Coesfeld, Cuxhaven, Dachau, Darmstadt, Düren, Düsseldorf, Elbe-Elster, Erzgebirge, Goslar, Göttingen, Herford, Northeim, Paderborn-Höxter, St. Wendel, Straubing, Vogtland - Plauen; DIE LINKE. Ortsverbände: Blieskastel, Geislingen, Geretsried-Wolfratshausen, Haltern am See, Kevelaer, Kirkel (Saarland), Solling, Südharz, Treenetal, Troisdorf; DIE LINKE. Stadtverbände: Bockenem, Castrop-Rauxel, Dorsten, Dresden, Herten, Hoyerswerda, Pirmasens; Basisorganisation DIE LINKE Kühlungsborn, DIE LINKE Fraktionen in: Hamburgische Bürgerschaft, Regionsversammlung Hannover, Römer (Frankfurt), Stadtrat Leipzig, Die Linke.Offene Liste Kreistag Groß-Gerau, IG Metall Verwaltungsstellen: Frankfurt, Süd-Niedersachsen-Harz; Erwerbslosen-Arbeitskreis (ELA) IG Metall Ludwigsfelde, Gewerkschaftlicher Erwerbslosenarbeitskreis Südbrandenburg, Wohngebietsgruppe IG Metall Wilhelmsburg/Veddel, Sozialforen: Aschersleben, Dortmund, Göttingen, Reutlingen; AG Soziales Berlin im Berliner Sozialforum, Hanauer Sozialforum - Bündnis gegen Sozialabbau, ver.di Bezirke: Mittelbaden-Nordschwarzwald, Mittelhessen, Stuttgart, Süd-Ost-Niedersachsen; ver.di Ortsverein Aschersleben Staßfurt, ver.di Bezirkserwerbslosenausschüsse: Dresden, Emscher-Lippe Süd, Mittelbaden-Nordschwarzwald, Rhein-Neckar, Sachsen-Anhalt Süd, Südbaden, Südhessen; Kulmbacher Arbeitsloseninitiative in und bei ver.di, Weitere Organisationen, Initiativen und Organisationsgliederungen: AG SOZIALPOLITIK Dresden, AG Soziale Politik in und bei DIE LINKE Leipzig, Aktion Sozialer Widerstand Lemgo, Aktionsgruppe gegen soziales Unrecht Finsterwalde, ALO-TREFF-SIG (Sigmaringen), @lptraum Redaktion Hannover, ALSO Oldenburg, Anares Buchvertrieb (Bremen), Arbeitskreis Grundeinkommen Göttingen, Arbeitslose helfen Arbeitslosen (AhA) Detmold e.V., Arbeitslosenberatung der AfdU Flensburg, Arbeitslosenhilfe Rheinland-Pfalz, Arbeitslosen Hilfe Forum Deutschland e.V., Arbeitslosenkreisverband Löbau-Zittau e.V., Arbeitslosenselbsthilfe - Arbeit für alle - e.V. Wedel, Artikel Eins - Online, Beistand ARGE-Freiburg, Arbeitsloseninitiative der Betriebsseelsorge Coburg, Braunschweiger Arbeitslosenzentrum (BALZ), Bund Soziales Zentrum Deutschland e.V., Bürger helfen Bürger (Neunkirchen), Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau (Angermünde), Bürgerinitiative Hartz IV e.V. (Gladbeck), Büro für soziale Dienstleistungen (Kalefeld), Business Crime Control, chefduzen, Computerhilfe u. Info Blog (Hildesheim), Concept social e.V., COOP Friedrich Hecker (Offenburg/Freiburg), Darmstädter Sozialhilfegruppe, Demokratische Initiative Paderborn (DIP), DKP Darmstadt, Domus Novus e.V. (Wiesbaden), Erwerbsloseninitiative Albstadt, Erwerbsloseninitiative Peine e.V. (EIP), Erwerbslosen Initiative Nordfriesland (Husum), Erwerbsloseninitiative Wetterau Hilfe zur Selbsthilfe e.V., Erwerbslosenkreis Hanau, Frauenhaus Kassel, Frauen helfen Frauen (Aachen), Frauenzentrum Marie e.V. (Berlin), FrauenZimmer (Nürnberg), Freundeskreis vital 100+ (Magdeburg), friga e.V. - Sozialberatung in der Fabrik (Freiburg), GALIDA (Gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative Darmstadt), Redaktion gegen-hartz.de, Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM) e.V., Halkevi - Volkshaus Aschaffenburg e.V., HARTZ IV Betroffene e.V. (Potsdam), Hartz4 Betroffene Herford, Hartz IV Notruf (Bad Harzburg), HELP 2007 e.V. (Magdeburg), Hof Sondern e.V., "Horch amol aus Franken" - kostenlose Zeitung, IG Hartz4-Geschädigte (St. Ingbert), Initiative Bremer Montagsdemo, Initiative Bürgerhilfe e.V. (Zwickau), Initiative Bürger in Not e.V. (Lutherstadt Eisleben), Initiative >>durchblick<< (Kaisersesch), Initiative für soziale Gerechtigkeit Gera, Initiative-Links (Gelsenkirchen), Initiative "Reiche Stadt - Arme Kinder" (Stuttgart), Initiative Sozial e. V. (Bad Hersfeld), Iserlohner Montagsdemo, Jugend mischt mit e.V. (Finsterwalde), Kinderhilfe mit Herz (Linnich), Kinderschutzbund Höxter, Lebenshilfe Finsterwalde e. V., Linksjugend Solid Aschaffenburg, Mahlzeit - Essen für Kinder e.V. (Fürth), Maßarbeit e.V. - Arbeitslosenzentrum Herford, Mean Musik e.V. (Wuppertal), Menschenrechtsreporter (Vorderpfalz/Neuhofen), M.I.L.A.N. (Raubach), Montagsdemo Magdeburg, Montagsdemo Mannheim, NaturFreunde Ortsgruppe Göttingen, Nordhausen macht mobil gegen Hartz, Oase-der-lebensfreude (Münstertal), Offenes Büro Lörrach, Oli´s Hausmeisterservice (Bad Lauterberg) Onlinezeitung (Duisburg), Organisierte Witzenhäuser Erwerbslosen-Initiative e. V. - OWEI, Ortsjugendring Plau e.V., Paritätischer Wohlfahrtsverband Göttingen, Partei Soziale Alternative für Gerechtigkeit (SAG, Berlin), PeNG! Aktive Erwerbslose und Geringverdiener (Hamburg), Projekt LebensWert (Duisburg), Radio Lefat (Grünberg), SMartForm (Neuwied), SONET (Hannover), Sozial- und Schuldnerberatung (Bonn), Soziales Zentrum Höxter e.V., Sozial-IGEL e.V. Itzehoe, Sozialinitiative gegen Armut und Ausgrenzung e.V. (Neumünster), Sozialistische Jugend - Die Falken Ortsverband Göttingen, Sozialleistungen.info (Marburg), Stadtteilinitiative gegen Sozialabbau und für den Frieden (Hamburg-Eidelstedt), "Die Stadtteilwerkstatt" e.V. - Kinderzentrum (Frankfurt/M), tbo-Beratung (Hannover), Tübinger Arbeitslosentreff (TAT e.V.), Tübinger Bündnis gegen Sozialabbau, Verband alleinerz. Mütter & Väter (VaMV) Kontaktst. Trappenkamp (Kiel), VdK Kreisverband Frankfurt/Main, Verein Brückenschlag (Eisenberg/Thüringen), Verein für Soziale Selbstverteidigung e.V. (Jüterbog), Verein für soziales Leben e.V. (Lüdinghausen), Verein für soziales Leben e.V. - Ortsgruppe Münster, Wege zur Einen Welt (Göttingen), Widerspruch e.V. (Bielefeld), Wir Tun Was e.V. (Oberhausen), Zabergäu Spiegel (Pfaffenhofen), Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften
Stand Unterstützungsunterschriften: 12. Mai 09

Fußnoten:
(1
) Nationaler Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010, Juni 2006, 11
(2
) zuletzt in §3 Runderlass des Reichsarbeitsministeriums vom 31.10.1941
(3
) Bundesgesundheitsministerium Pressestelle 16.05.2004
(4
) Bundesministerium für Arbeit und Soziales in der Antwort vom 2.Juli 2007 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE, Bundestags-Drucksache 16/5699, 3
(5
) Mit der Rentenanpassung des Alg II-Eckregelsatzes am 1. Juli 2008 um 4 € war eine entsprechende Aktualisierung des Forderungstextes notwendig. Vorher lautete dieser Absatz: Regelsatz für Schulkinder von 7 bis 13 Jahren 250 € statt 208 €! Sie müssen wieder einen Regelsatz bekommen, der 20% höher ist als der von Säuglingen. Regelsatz von 14 bis 17-jährigen 312 € statt 278 €! Sie müssen wieder 90% des Eckregelsatzes von 347 Euro bekommen statt 80%.


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Kommentare (2)Add Comment
wir werden noch ärmer werden
geschrieben von sam, Dezember 24, 2008
uns fragt ja keiner wie es uns geht die grossen da oben haben doch ihr geld die brauchen sich
doch keine sorgen um uns machen.
können bald keinen strom bezahlen und auch kein öl interessiert keinen hier wir können uns ja noch mehr in schulden stürzen ist doch egal die wollen alle nur ihr geld aber wo wir es noch her nehmen soll fragt keiner und wenn man nicht bezahlt bekommt mann noch mehr drauf gebrummt. ich würde auch gern mal zu geld kommen aber vergebens geht nicht weil wenn ich arbeit habe und das für 5.- euro in der std. bekommt mann immer noch hartz4 u. mann muss monatl. den lohn zettel abgeben und die im amt schauen ihn nicht einmal an zumindestens nie rechtzeitig bekommt mann irgendwann einen brief von de arge und muss alles zurückzahlen und mann kann es nicht weil dieses ngeld verplant ist wegen miete etc.
und von hartz 4 kann ich meinen kind keine klamotten kaufen muss ich mir alles schenken lassen zu weihnachten oder geburtstag. und wenn mann im amt anruft (sozialamt) und einen hilferuf startet interessiert keinen und mann muss trotzdem hungern. und ich finde wenn es irgendwie möglich wäre deswegen mal auf die strasse gehen und dmal was los lasse ich würde das machen. gruss sam
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Schade um die Kids!!!
geschrieben von Ute, November 05, 2008
Hallo an Euch,
ich habe 2 Jungs, einer ist grade 18 Jhr., macht seinen Real-abschluss, der zweite ist 15 Jhr.,extrem AdHS`ler,leider unter der Woche in einer Unterbringung. Ich bin 52 Jhr.; alleinerz. habe mir selber Arbeit gesucht, leider nur für ein paar Stunden am Tag. Ich habe andauerndSanktionen da mein Grosser sich während eines Praktikas nicht melden konnte, weil angeblich meine Unterlagen nicht abgegeben wurden und und und.....Mein Älterer hat mehr als 5 Praktikas abgeschlossen,da es jedoch keine Lehrstelle fand macht er nun seine Schule. Von Förderung keine Spur, ich muss von dem Geld,wasmir zusteht,alles alleine Begleichen..Schulmat.,Fahrkarten, Essen, Trinken..kein Taschengeld, kein Extras, nicht mal seinen 18ten Gebutrstag konnten wir feiern,geschweige ein Geschenk kaufen...Wo soll das noch hinführen, vom Staat werden auf diese Weise, die Verbrecher von morgen rangezogen. Zum Glück hat er noch nicht diese Gedanken, jedoch mein Jüngerer ist auch durch sein ADHS gefährdet denn auch für ihn bekomme ich nichts!!!
Hauptsache die Big Bosse haben ihre Diäten, ihr regelmässiges, sehr hohes Einkommen und diverse Absatzmöglichkeiten, somit Ihre Schäfchen im trockenen.
Wo bitte bleiben wir, die hart gearbeitet haben, jetzt Arbeitlos und von Hartz 4 leben müssen? Das ist kein Leben, dass ist kämpfen umjede Scheibe Brot,um jede!!!!
ute
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